Wie kann Gegenkultur in einem zunehmend repressiven Staat entstehen? Welche Räume bleiben für Kunst, Musik und Literatur?
In ihrem Buch „Punk statt Putin – Gegenkultur in Russland“ beschreibt Norma Schneider die vielfältige russische Gegenkultur. Es geht um Punk und Underground, Anti-Kriegs-Lieder, queere Literatur, feministische Selbstorganisation, Putin-Memes und künstlerischen Protest im öffentlichen Raum.
Dabei geht es auch um den Wunsch nach einem anderen Russland, ohne Putin und ohne Krieg. Viele Künstlerinnen und Aktivistinnen lehnen die Politik des Regimes ab, kritisieren den Angriffskrieg gegen die Ukraine und wehren sich dagegen, dass Kultur zum Instrument staatlicher Propaganda gemacht wird. Mit ihrer Kunst, Musik und Literatur stellen sie sich gegen den nationalistischen und queerfeindlichen Mainstream.
Bei der Lesung gibt Norma Schneider Einblicke in diese Geschichten und spricht über unterschiedliche Formen von Protest und Widerstand in Russland. Dabei blickt sie auf die Zeit vor und nach Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine und darauf, wie sich die Möglichkeiten für Gegenkultur verändert haben.
Im Mittelpunkt stehen Künstlerinnen und Aktivistinnen, die sich trotz Zensur und Repression eigene Räume schaffen und ihre Kritik sichtbar machen. Dafür hat Norma Schneider zahlreiche Menschen in Russland und im Exil interviewt. Ihre Geschichten erzählen von mutigem Protest, von der Bedeutung von Safe Spaces, von Hoffnung und Zweifel und von dem Wunsch, trotz aller Repression für ein freies Land einzustehen.
Außerdem stellt Norma Schneider ihr neues Buch „Queer. 100 Seiten“ vor. Darin geht es um queere Identitäten und Communities, queere Theorie und Kultur sowie den Kampf für Gleichberechtigung und gegen Queerfeindlichkeit.
Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!