Am 12. April 2026 wird in Dresden der nunmehr 17. Friedenspreis verliehen. Dieses Jahr nimmt die polnische Literaturwissenschaftlerin, Menschenrechtsaktivistin und Freiheitskämpferin Klementyna Suchanow die Auszeichnung entgegen. Gewürdigt wird Suchanows beharrlicher Einsatz für die Rechte von Frauen und Minderheiten, die sie vom Fundamentalismus bedroht sieht.
Der einstige luxemburgische Außenminister und bekennende Europa-Befürworter Jean Asselborn hält die Laudatio. Die Preisverleihung wird künstlerisch umrahmt vom polnischen Pianisten Dominik Wania, der Dresdner Tänzerin Katja Erfurth sowie dem Rapper Juse Ju.
Der Friedenspreis
Seit 2010 werden Personen und Institutionen mit dem Friedenspreis Dresden gewürdigt, die einen bedeutenden Beitrag zum Frieden und zur Völkerverständigung leisten oder geleistet haben oder sich in besonderem Maße für Menschen- und Bürgerrechte engagieren. Bisherige Preisträger*innen waren unter anderen Michail Gorbatschow (2010), SKH Herzog von Kent (2015), Daniel Ellsberg (2016), Dr. Tommie Smith (2018), Kim Phuc Phan Thi (2019), Daniel Libeskind (2023), Alexej Nawalny posthum (2024) und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (2025).
Die Verleihung des Friedenspreises geht auf private Initiativen zurück und wird heute durch bürgerschaftliches Engagement getragen. So wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis von der Klaus-Tschira-Stiftung gefördert. Neben vielen weiteren Förderern und Partnern ist es auch der Semperoper Dresden ein besonderes Anliegen, als Kooperationspartnerin die Initiative des Friedenspreises Dresden zu unterstützen.
Klementyna Suchanow
Die Initiative Friedenspreis Dresden würdigt 2026 das Engagement der polnischen Schriftstellerin, Journalistin, Feministin und Frauenrechtsaktivistin Klementyna Suchanow. Die Laudatio auf die Preisträgerin hält Jean Asselborn, der sich nach seiner langjährigen Amtszeit (2004 – 2023) als luxemburgischer Außenminister weiterhin leidenschaftlich für die Werte der Europäischen Gemeinschaft einsetzt. Der von der Klaus-Tschira-Stiftung unterstützte Friedenspreis Dresden wird am Sonntag, 12. April 2026 in Gegenwart des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer, der ebenfalls ein Grußwort halten wird, in der Semperoper übergeben. Musikalisch umrahmt wird die festliche Preisverleihung vom aufstrebenden polnischen Jazzpianisten Dominik Wania. Der Rapper Juse Ju wird Wolf Biermanns Hymne »Ermutigung« neu interpretieren und die Dresdner Choreografin und Tänzerin Katja Erfurth eine eigene Kreation aufführen, die der Preisträgerin gewidmet ist.