15:00
12. Mai
( Festival )
DIWO Week 2026
    Die DIWO Werkwoche 2026 ist das einzigartige Workshop-Festival des Metaknoten e.V. unter dem Motto „Do It With Others“. An fünf Tagen bietet sie eine bunte Mischung aus Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden und multimedialen Abendveranstaltungen. Am sechsten Tag gipfelt das Programm in einer öffentlichen Vernissage mit Konzerten und Performances, bei der die entstandenen Arbeiten präsentiert werden. Das multidisziplinäre Format wird jährlich neu kuratiert und lädt internationale, genreübergreifend arbeitende Künstler*innen, Medienmacher*innen und DIY-Enthusiast*innen ein. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der aktiven Vernetzung mit dem lokalen Publikum, das nicht nur Zuschauer*in, sondern Mitgestalter*in wird.

    Dieses Jahr
    In Zeiten der Hyper-Digitalisierung gerät das körperliche und händische Arbeiten immer weiter in den Hintergrund. Stattdessen dominiert der Algorithmus und die Kreativität wird dem Computer überlassen. Die DIWO Werkwoche 2026 setzt dieser „Entmenschlichung“ der kreativen Arbeit ein neues Konzept entgegen:
    Die Künstlerische Intelligenz als Krone des Schaffens und Wirkens,
    eine kollektive, handwerkliche Praxis anstatt einer Software. Um diese KI im Rahmen der Werkwoche zu entwickeln, orientieren wir uns am klassischen Kunsthandwerk und verbinden die Verarbeitung von Materialien mit digitaler Medienkunst. Nicht um nostalgisch zu sein sondern um zu zeigen wie händisches Können im digitalen Zeitalter neu erlebbar wird.

    Programm
    15:00 - 19:00 Uhr: Analoge Pixelkunst mit Keramik
    Lisa Legain

    Fliesen und Mosaik sind eine seit dem Altertum angewendete Kunstform, die durch Pixel-Art seit einiger Zeit ein kleines digitales Comeback feiert. In diesem Workshop wird mithilfe von eingefärbten Tonmassen und verschiedenen Techniken (z.B. Nerikomi) ganz analog gepixelt.
    Statt mit der Maus, werden die analogen Pixel hier mit den Händen geformt und angeordnet. Variation passiert in Farbe, Höhe bzw. Größe und Oberflächenstruktur. Ganz im Kontrast zur cleanen Arbeit am Bildschirm, gehört bei diesem Prozess ein bisschen mehr Dreck dazu, also zieht vielleicht nicht eure besten Klamotten an.
    Was im digitalen Raum als „Glitch“ gewertet wird, entsteht in der analogen Realität von Arbeit mit Ton fast automatisch. Das Material merkt sich den Prozess, Farben vermischen sich mit der Zeit, Ungenauigkeiten sind unumgänglich. Gerade diese Spuren machen das Ergebnis in Zeiten von allgegenwärtigem AI-Slop umso liebenswerter.
    Die entstandenen Arbeiten können in Absprache gebrannt und ggf. glasiert werden, müssen davor aber noch mehrere Tage trocknen.

    Materialkosten: 20 €
    Aufgrund begrenzter Plätze bei Workshops bitten wir um eine Anmeldung via tickets@metaknoten.net.

    20:00 - 21:30 Uhr: Upcycling und Nachhaltigkeit in der Frühgeschichte
    Dr. Karina Iwe

    Nachhaltigkeit ist kein Phänomen der Gegenwart. Schon vor Tausenden von Jahren wurden Gegenstände umfunktioniert oder wieder nutzbar gemacht. Wie, das erklärt die Archäologin und Museumsleiterin Karina Iwe.

    Archäologische Zeugnisse vergangener Kulturen zeigen, dass die Menschen schon in weit zurückreichenden Zeiten einen umsichtigen Umgang mit Objekten und Materialien pflegten. Im Vortrag werden Beispiele für die Weiternutzung und Umnutzung sowie "Upcycling" (zu dt. Wiederverwertung) und "Downcycling" (z. dt. Wiederaufbereitung, aber von weniger hoher Qualität) aus der Vorgeschichte aufgezeigt.

    Zur Referentin: Dr. Karina Iwe ist Prähistorikerin und war an zahlreichen archäologischen Museen im In- und Ausland tätig, u.a. als Kuratorin am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz und als Ausstellungsmanagerin für das Buchmuseum der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek in Dresden. Aktuell ist Iwe Leiterin des Museums Schloss Klippenstein in Radeberg (Sachsen).
    19:0020:00
    12. Mai
    ( Konzert )
    Sophie Auster
    SOPHIE AUSTER bringt gefeiertes Album „Milk for Ulcers“ zurück nach Deutschland

    Mit ihrem vierten Studioalbum „Milk for Ulcers“ (VÖ: 18. April 2025) hat SOPHIE AUSTER Publikum und Presse gleichermaßen begeistert. Nach der erfolgreichen Live-Premiere im Mai
    dieses Jahres setzt die New Yorker Songwriterin ihre Tour im Mai 2026 in Deutschland fort. 

    „Während ich mein neues Album schrieb und aufnahm, starben meine Nichte und mein Bruder. Bei meinem Vater wurde Krebs diagnostiziert. Ich erfuhr, dass ich schwanger bin, brachte meinen Sohn Miles zur Welt, und sah meinen Vater vier Monate später in dem Haus sterben, in dem ich aufgewachsen bin“, schildert SOPHIE AUSTER die Umstände des Entstehungsprozesses von „Milk For Ulcers“. 

    Sie erklärt, dass der Albumtitel „Milk for Ulcers“ während eines Gesprächs über veraltete Heilmethoden entstand. Die Metapher beschreibt die Ambivalenz von Heilung: Während Milch kurzfristig Schmerzen lindern kann, verschlimmert sie Geschwüre langfristig. Das Album thematisiert die Schwierigkeit, Wunden zu heilen, ohne einfache Antworten zu bieten, und beleuchtet die Vielschichtigkeit von Verlust und Trauer. Es spiegelt Gefühle wie Trotz, Wut und Schmerz wider, aber auch Hoffnung und Freude, insbesondere durch ihre Erfahrungen als Mutter. Der letzte Song der Platte „Blue Team“ ist ihrem Vater, Paul Auster, gewidmet. Glücklicherweise vollendete sie ihn rechtzeitig, sodass er ihn vor seinem Tod noch
    hören konnte. 

    Im Zeitalter von KI-Algorithmen, künstlich erzeugten Gefühlen und einer extrem kurzen Aufmerksamkeitsspanne ist SOPHIE AUSTER eine Künstlerin, die mit ihrer Musik einen Gegenentwurf bietet. Ihre Lieder handeln zwar von persönlichen Verlusten, doch die darin behandelten Emotionen wie Trauer und Wut angesichts unkontrollierbarer Ereignisse sind universell und verbindend. Sie schaffen einen Kontrast zu einer Medienwelt, die eher Isolation als Gemeinschaft fördert und den Wert solcher Gefühle oft verkennt. 

    SOPHIE AUSTER, Tochter zweier Schriftsteller, wuchs in einem kreativen Umfeld auf, in dem Künstler und Musiker aller Disziplinen ein- und ausgingen. Bereits im Alter von acht Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Gesang und veröffentlichte mit sechzehn ihr erstes Album. Zwei Jahre später wurde dieses Album von Naive Records in Frankreich produziert und europaweit von Kritikern gefeiert, was den Beginn ihrer Tournee-Karriere markierte. Schon früh zog AUSTER die Aufmerksamkeit renommierter Modehäuser auf sich und trat bei exklusiven Events von Chanel, Dior und Ferragamo als Model auf. 2019 sicherte sie sich einen Verlags- und Plattenvertrag bei BMG, das ihr Album „Next Time“ veröffentlichte. Im selben Jahr wurde ihre Single „Mexico“ im Film „The Jesus Rolls“ von John Turturro vorgestellt. Im Laufe ihrer Karriere erhielt AUSTER zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Hauptpreis des John Lennon Songwriting Contest für ihren Song „Little Bird“ und die Ehrung als Sängerin des Jahres durch Cosmopolitan Spanien.
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    19:0020:00
    12. Mai
    ( Konzert )
    Black Doldrums
    • Black Doldrums (UK)
      Band of Phantoms (DE)
    • Post-Punk, Goth Pop, Shoegaze
    • VVK 18,90
    Ein Sturm aus Reverb, Rhythmus und dunkler Schönheit: Black Doldrums bringen ihre düstere, glühende Vision von Post-Punk nach Dresden und Leipzig. Tribal Drums, gleißende Gitarrenschleier, Basslinien wie Strom – und darüber Gesänge voller Isolation und Erhebung. Auf der Bühne verdichtet sich das zu einer Intensität, die alles um sie herum in Bewegung setzt. Mit In Limerence (Fuzz Club Records, 2024) hat das Duo seinen Sound weiter geöffnet – hin zu einem weit gespannten, gläsernen Post-Punk, der sich in Schichten aufbaut, Energie speichert und sich dann mit Wucht entlädt. Eine Musik, die gleichzeitig eisklar und überwältigend warm wirkt. Black Doldrums machen keine Gefangenen – sie liefern einen Sound, der präzise trifft und lange nachhallt. Aus Dresden kommt mit Band of Phantoms ein Support, der den Abend genau richtig anreißt. Die Band bewegt sich zwischen Alternative Rock, New Wave und dunklem Post-Punk, mit einem Sound, der rau bleibt, aber melodisch zieht. In ihrer Musik steckt etwas Kaltes, Drängendes und zugleich Hymnisches, ohne je geschniegelt zu wirken. Mit Songs ihres Albums As The Gods Are Falling bringen sie genau die richtige Spannung mit, um den Raum vor Black Doldrums in Schwingung zu versetzen.
    20:0020:15
    12. Mai
    ( Konzert )
    How Yes No
    • How Yes No
      The Extrem Muscel Relaxers
    • Art Punk, Jazz Rock
    • Spende
    How Yes No
    How Yes No is a post punk/art punk/wave power trio from Zagreb, Croatia. Their songs, short, funky, punky, jazzy, chaotic and straight to the point are reminiscent of Minuteman, Gang of Four, Lithics, Duds, Uranium club and so on. 

    EXTREM MUSCEL RELAXERS is a Dresden-based free jazz ensemble with a rotating lineup.
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